Akupunktur – Was ist darunter zu verstehen?

Ein Teilbereich der traditionellen chinesischen Medizin ist die Akupunktur. Diese Heilkunst wird bereits im 2. Jahrhundert vor Christi von dem chinesischen Geschichtsschreiber Sima Qian erwähnt. In dieser Art der Heilkunst wird vorausgesetzt, dass es im Körper eine Lebensenergie gibt, die Qi genannt wird. Der Energiefluss im Körper soll über die sogenannten Meridiane laufen. Diese Meridiane sind genau festgelegte Energiebahnen im Körper. Die traditionelle chinesische Medizin geht davon aus, dass es immer dann zu einer Erkrankung kommt, wenn dieser Energiefluss gestört ist. Es gibt dann weiterhin in der Vorstellung der traditionellen chinesischen Medizin Punkte auf diesen Meridianen, an denen durch Aktivierung dieser Punkte der gestörte Energiefluss wieder hergestellt werden kann. Das sind die Akupunkturpunkte. Das Wort Akupunktur, das in der deutschen Sprache verwendet wird, stammt aus dem Lateinischen von acus, der Nadel sowie punctio, dem Stechen. In der chinesischen Sprache gibt es einen anderen Ausdruck dafür. Sehr gut beschrieben wird die Lage der Akupunkturpunkte und Meridiane im Handbuch Akupunktur, das ein hervorragendes Nachschlagewerk für jeden Interessierten an dieser Heilkunst ist.

Die drei Verfahren der Akupunktur

Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten in der traditionellen chinesischen Medizin, den Energiefluss über die Akupunkturpunkte wieder zu regulieren, und zwar durch das Einstechen von Nadeln, das Erwärmen der Punkte (dieses Verfahren nennt sich Moxibustion) sowie die Massage der Punkte (dieses Verfahren nennt sich Akupressur). Eine Anwendung dauert ungefähr 20 bis 30 Minuten.

Anwendungsgebiete der Akupunktur

Akupunktur kann bei folgenden Beschwerden hilfreich sein:

  • Chronischen Schmerzen
  • Erkrankungen der Atemwege
  • Magengeschwüren und anderen Magenbeschwerden
  • Bronchialasthma
  • Schlafstörungen
  • Erkrankungen der Augen
  • Erkrankungen im Bereich des Mundes
  • Schwangerschaftsbeschwerden
  • Nach einem Schlaganfall und bei anderen neurologischen Störungen
  • Bei Schmerzen von der Wirbelsäule ausgehend, zum Beispiel der Halswirbelsäule

Nebenwirkungen sind bei Akupunktur-Anwendungen sehr selten zu beobachten. Bei einigen Beschwerden wie zum Beispiel Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und in den Knien übernehmen die Krankenkassen die Kosten dieser Behandlung, bei vielen anderen Beschwerden allerdings nicht. Man sollte das bei seiner Krankenkasse deshalb im Einzelfall vorher erfragen.

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